segunda-feira, 8 de fevereiro de 2016

Brasilianisch wohnen...

Auch in Brasilien gibt es Bauämter.
Dies hindert aber niemanden so zu bauen wie man möchte!
Daher findet man in Brasilien eher keine gleichaussehenden Reihenhaussiedlungen, denn jeder baut so wie es ihm gefällt.



Was aber so gut wie alle gemeinsam haben, sind meterhohe Mauern, die das gesamte Grundstück umgeben sowie, leider auch, so manche, auf Deutsche befremdlich wirkende, Schutzmassnahmen gegen Einbrecher.

Die billigste dieser Abwehrmassnahmen, sind scharfkantige Glasscherben oder verrostete Eisenspiesse, die oben auf der Mauer in Zement eingebettet sind.



Dann haben einige auch oben auf der Mauer noch Stacheldraht, oder auch, unter Strom gesetzte Metalldrähte!
Und natürlich Kameras und Alarmanlagen!



Fenster und Türen hinter den Mauern, sind meist vergittert und ebenfalls mit Alarmanlagen gesichert.



Des Nachts fahren in vielen Vierteln, auf eine bestimmte Art und Weise hupende Motoräder, mit gemieteten Wachpersonal, durch die Strassen, um eventuelle Gelegenheitsdiebe darauf aufmerksam zu machen, das die Häuser hier, unter ihrem Schutz stehen.



Da auch das nicht immer abschreckt, bevorzugen Brasilianer Hochhäuser, bei denen es strenge Eintrittsregeln gibt, und für diejenigen die immer noch lieber in einem Einfamilienhaus leben, gibt es noch die Variante des "Condomínio fechado", auf deutsch die"geschlossene Siedlung".


Hochhausdschungel

oder doch lieber:

"geschlossene Siedlung"...


Dabei ist dann eine riesige Siedlung mit all ihren Strassenzügen, Parks und Freizeitangeboten hinter hohen und gesicherten Mauern eingeschlossen. Diese Siedlungen haben auch jede Menge Wachpersonal und Besucher müssen sich vor dem Betreten erst einmal ausweisen.


Die Bewegungsfreiheit der Brasilianer ist definitiv wegen der hohen und allgegenwärtigen Gewalttaten, eingeschränkt. Sie haben ein sehr stark ausgeprägtes Angstgefühl und sind sehr erfinderisch bei der Sicherheit. Die meisten der brasilianischen Kinder der Mittelklasse gehen NIE alleine zur Schule,immer nur mit Begleitung eines Erwachsenen.
Und wie sollte es auch anders sein, auch die Schulen haben hohe gesicherte Mauern und beaufsichtigte Eingangstore. Die Kindheit der meisten ist stark überwacht.



Den meisten Brasilianern fällt diese Einschränkung des tagtäglichen Lebens allerdings erst dann auf, wenn sie sich im Ausland befinden.

Wenn sich Deutsche über mangelnde Sicherheit in ihren Kleinstädten aufregen, weil es bei ihnen in den letzten 20 Jahren 4 Einbrüche gab, werden Brasilianer einfach nur müde lächeln und abwinken, denn für sie ist dies einfach nur Gemecker auf hohem Niveau.

Brasilianische Frauen...


Brasilianische Frauen sind sehr modebewusst. Birkenstockschuhe oder Crocs sind für sie der Inbegriff der Hässlichkeit.

Brasilianerinnen sind im allgemeinen sehr eitel. 
Einige dieser typisch weiblichen Eigenheiten dieses Landes sind :

1. 
Hochhackige Schuhe bei jeder Gelegenheit!

Im Durchschnitt sind die brasilianischen Frauen immer noch recht klein, im Vergleich mit anderen Ländern, aber wozu haben die Menschen die hohen Absätze denn erfunden, wenn nicht genau für kleine Frauen?

2. Der Popo!

Brasilianer mögen knackige und grosse Pos. Das ist ihr Fetisch! Sollte eine Frau, ihrer Ansicht nach, zu wenig Po haben wird nachgeholfen. Es gibt Unterwäsche und Jeanshosen mit eingenähtem "falschen" Po!

3. Haare!

Brasilianerinnen sind die reinsten Haarfanatikerinnen. Glatt sollen sie sein und möglichst blond und lang! Die meisten haben allerdings eine eher lockige Pracht von der Natur mitbekommen, das muss logischerweise künstlich geglättet werden. Auch sind die meisten Brasilianerinnen dunkelhaarig....aber man kann ja färben!

4. Maniküre und Pediküre!

Möglichst einmal pro Woche im Schönheitssalon, denn Finger und Fussnägel sind einer brasilianischen Frau sehr wichtig!

5. Entwachsen!

Körpereigene Haare die sich nicht auf dem Kopf befinden, werden gnadenlos zum verschwinden gebracht. Man rasiert, entwachst, zupft und bleicht, denn wer schön sein will muss leiden!

Stolz...


Brasilianer sind Hardcore-Nationalisten! Jeder Brasilianer kann die Nationalhymne auswendig und singt sie bei jeder sich bietenden Möglichkeit gerne insbrünstig mit. Vor einem Fussballspiel beispielsweise!
So sehr die Brasilianer auch gerne über ihre Politiker meckern und sich über die politische Situation aufregen, sollte man dies als Ausländer immer nur sehr vorsichtig tun. Denn trotz allem was im Land falsch läuft, lieben sie es über alles und wenn es von ausserhalb schlecht gemacht wird, werden sie ziemlich sauer!
Ihren Nationalstolz tragen sie gerne zur Schau, ihre Flagge ist allgegenwärtig.
Der Glaube, dass alles bald wieder besser wird, ist unerschütterlich.
Gott ist Brasilianer, sagt man gerne. Dumm nur, das auch die Argentinier das gleiche sagen, nur dass er in diesem Fall ja dann ein Argentinier wäre.
Mit den Argentiniern haben sie's eh nicht so dicke! Brasilianer und Argentinier sind natürliche Feinde.
Ganz besonders jetzt, wo auch noch der Papst aus dem Nachbarland stammt!
Bei Fussballspielen hassen sie sich ganz offiziell.
Das Brasilien gegen Deutschland 7x1 verlor, war den Argentiniern eine Genugtuung, auch wenn sie selbst ebenfalls die WM nicht gewannen.Trotz aller Feindschaft, verbringen die Argentinier in Brasilien gerne ihre Ferien und auch die Brasilianer fliegen gerne nach Buenos Aires zum shoppen, oder nach Bariloche zum Skifahren.Beide Länder sind natürlich auch Handelspartner, aber man muss sich ja nicht mögen um aneinander Geld zu verdienen, stimmt's ?

BITTE LIEBER NICHT MACHEN !


6 Dinge die man in Brasilien lieber unterlassen sollte.

1.
Es gibt natürlich Zebrastreifen in Brasilien, aber hüten sie sich ihn zu benutzen ohne voher zu gucken ob nicht doch ein Auto kommt. Denn nicht immer bremsen brasilianische Autofahrer wenn sie Fussgänger sehen, manchmal werden sie dann sogar noch ein bisschen schneller. Ausserdem halten sie auch nur dann, wenn man als Zeichen das man gerne die Strassenseite wechseln möchte, geduldig die Hand erhebt und winkt!

2.
Mögen sie Maionese? Das ist schön, aber wenn sie Montezumas Rache nicht heraufbeschwören wollen, sollten sie an Imbissbuden lieber die Finger davon lassen und vom Ketchup vielleicht auch besser! Bedenken sie, das diese der Hitze ausgesetzten Lebensmittel manchmal Bakterienkolonien entwickeln, denen ein europäischer Magen nicht unbedingt gewachsen ist.

3.
"Oben ohne" am Strand ist in Brasilien absolut tabu....es sei denn es handelt sich um einen der eher seltenen FKK-Strände. Obwohl man bei den knappen brasilianischen Bikinis durchaus meinen sollte, dass man ja dann auch gleich nackig rumlaufen könnte, wäre dies völlig unangebracht.

4.
Cremen sie sich um Himmels Willen bloss mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor ein. Die brasilianische Sonne ist nicht vergleichbar mit derjenigen die im Himmel über Europa zu sehen ist! Nordbrasilien mit seinen wundervollen Stränden, liegt direkt unter dem Äquator und dementsprechend brennt auch die Sonne. Durch die beständige Brise merkt so manch einer erst im Hotelzimmer, das er einen fetten Sonnenbrand hat. Unterschätzen sie bitte nicht das Klima.

5.
Laufen sie nie mit echtem Schmuck und viel Bargeld durch die Gegend.

6.
Nicht an den Stadtstränden baden, man kann dort nämlich, wie schon Heinz Erhardt ironisch lächelnd sagte : "alte Bekannte im Meer treiben sehen...". Fahren sie lieber ein paar Kilometer weiter zu etwas abgelegeneren Stränden, von denen es mehr als genug gibt und die wesentlich sauberer sind.


sábado, 26 de julho de 2014

Verschiedene Landschaften...



Hier möchte ich mal ein paar Videos posten, die zeigen wie unterschiedlich brasilianische Landschaften sein können. Es gibt ja schliesslich nicht nur Rio de Janeiro oder das Amazonazgebiet, auch wenn man das glatt glauben könnte, wenn man sich die Dokumentarfilme im deutschen Fernsehen ansieht.

Viel Spass beim ansehen :




























Alles normal....

Was für einen Deutschen normal ist, kann bei einem Brasilianer auf totales Unverständnis treffen und das Gleiche gilt natürlich auch umgekehrt.

Was ist also eigentlich in Brasilien normal? Hier ein paar Beispiele....


Unpünktlichkeit :
















Brasilianer bewegen sich, zeitlich gesehen, in einem Parallel-Universum. Ihr Motto ist "Wenn man da ist, ist man da!" Feste Uhrzeiten vereinbaren entpuppt sich oftmals als totale Zeitverschwendung, denn es kann einem ja sovieles auf dem Weg zur Verabredung passieren! Man kann überfallen werden, der Bus kann Verspätung haben oder das Auto einen "Platten",auf den Strassen kann es Stau geben oder man musste nur noch mal schnell Einkaufen.
Es macht einen wahnsinnig, aber sich darüber aufzuregen, bringt letztendlich nichts. Die beste Methode ist ebenfalls unpünktlich zu sein....gehen sie doch einfach kurz vorher in den Supermarkt !



Weite Wege :











In Brasilien ist eigentlich immer alles weit weg. Möglicherweise kommt es einem aber auch nur so vor, wenn man aus einem europäischen Land stammt.

Man kann hunderte von Kilometer fahren ohne irgendeine menschliche Behausung zu sehen.Für Brasilianer sind 300 Km gleich "um die Ecke" und sollte man innerhalb einer Stadt jemanden fragen, ob es wohl noch weit ist bis zum Standort den man gerne besuchen möchte, sagt einem der Einheimische meistens, dass man sich schon ganz in der Nähe befindet...tatsächlich muss dann ja auch nur noch 5 Km laufen, um dort hinzukommen!








Eisgekühltes Bier :











Brasilianer kennen nur eine Art Bier zu trinken, nämlich ihre!
In Brasilien wird Bier immer kurz vor dem Gefrierpunkt konsumiert, niemals nur im einfachen,gekühlten Zustand. Das ideale brasilianische Bier, hat eine leichte Eiskruste und dampft beim eingiessen. Es sollte auch möglichst beim Einschenken keine Schaumkrone bekommen, die mögen die meisten nicht. Bierflaschen werden dann nach dem ersten einschenken in einen speziellen  Styroporbehälter gestellt, damit es auch schön eisig bleibt!






Stundenlanges Schlangestehen an der Supermarktkasse :











Dies ist eines der Dinge mit denen man sich einfach abfinden muss. Supermärkte sind in Brasilien genauso chaotisch wie auch alles andere. Eilig sollte man es jedenfalls nicht haben, im übrigen weiss man nach dem Einkaufen dann auf alle Fälle, warum Brasilianer des öfteren so unpünktlich sind!




Hupen :










Brasilianer haben ein sehr intimes Verhältnis zu ihrer Hupe.
Hupen ist in Brasilien eine weitverbreitete Form der Kommunikation zwischen dem im Auto sitzenden Brasilianer und:
seiner Umgebung / verschiedenen Tieren auf der Fahrbahn / anderen Autofahrern / der hübschen Blondine mit dem knappen Minirock / dem Arbeitskollegen an der Ampel / dem Nachbarn mit dem hässlichen Kleinwagen / dem Deppen vor ihm, der vermutlich seinen Führerschein auf einer Insel gemacht hat oder einem lange nicht gesehenen Freund ! 


Tanzen :

Brasilianer im allgemeinen ( nicht nur die Frauen!!!) können hervorragend tanzen.
Sie lieben es!
Man tanzt eigentlich zu jeder Musik und immer als Paar. Natürlich Samba, aber auch Forró, Lambada und Salsa.
Brasilianer sind musikalisch und man trifft sich gerne mit Freunden und einer Gitarre am Strand.

Familie :

Die meisten Brasilianer stammen aus Grossfamilien. Obwohl es auch in Brasilien in den letzten Zeiten eine Tendenz zur Kleinfamilie gibt, bestehen die meisten aber immer noch aus einer Unmenge an Cousins und Cousinen, Tanten, Onkeln, Schwagern und Schwägerinnen, Grosseltern und oftmals auch noch Urgrosseltern. Die Familienbande sind fest, denn, so sagt man hier, "Blut ist dicker als Wasser". Es gibt in den meisten Familien immer noch viele, für Europäer altmodisch anmutende Verhaltensregeln, wie zum Beispiel das "namorar", wenn man also eine/n feste/n Freund/in hat. Man kann hier in diesem Stadium nicht einfach so bei der Freundin oder dem Freund schlafen. Das würden nämlich die meisten Eltern nicht einfach so akzeptieren! Daher gibt es hier auch überall "Motels" (Stundenhotels), in denen sich die Liebenden frei treffen können, ohne das Papa und Mama davon erfahren! Davon gleich noch etwas mehr...

Motels :

Motels in Brasilien haben nichts mit ihren nordamerikanischen Namensverwandten zu tun. Tatsächlich sind es nichts anderes als Stundenhotels, die aber nicht nur von Prostituierten, sondern auch mehrheitlich von Pärchen genutzt werden, die sich nicht bei sich zuhause treffen können oder dürfen. Überall in den Städten sind sie verteilt und haben aufschlussreiche Namen wie "Fogeama" (Lauf weg und liebe!) oder "Pigalle" und "Moulin Rouge" (schön französisch und anrüchig!). Die meisten kündigen auf grossen Schildern das Mittagsmenü an und natürlich die Aufenthaltszeit, die man gerne verlängern darf. Sie gehören zu jedem brasilianischen Stadtbild und selbst in den Dörfern kann man sie finden.

Freizügigkeit:

Man sollte die Brasilianer lieber nicht missverstehen! Trotz der überall anzutreffenden Freizügigkeit, den Motels und den knappen Bikinis (niemals oben ohne!!!), sind die Brasilianerinnen eher zurückhaltend und nicht so leicht zu haben, es sei denn sie sind aus profissionellen Gründen auf Männerfang. 
Eine brasilianische Frau sollte man nie einfach so plump anmachen, denn mit ihrer brasilianischen männlichen Begleitung (die man vielleicht gerade nicht sieht!), ist überhaupt nicht zu spassen! 
Man merke sich eins : 
Ein Südamerikaner ist IMMER eifersüchtig und es ist vollkommen egal ob ihr Begleiter der Freund oder nur der Bruder/Onkel oder gar Vater ist, wenn man die falsche Frau anmacht, kann es das letzte Mal gewesen sein....

sábado, 17 de maio de 2014

Die Gefahren-WM 2014...

2014, das Jahr in der die WM in Brasilien stattfindet.


Ich habe jetzt bereits in mehreren deutsch und englischsprachigen Zeitungen Artikel gesehen, die auf diverse Gefahren innerhalb Brasiliens hinweisen.

Man redet von gewaltätigen Demonstrationen, Plünderungen und einer immer grösser werdenden Unruhe in der Bevölkerung.


Was ist nun also dran an allen Geschichten und warum passiert das alles ausgerechnet jetzt, so kurz vor der solange von den Brasilianern herbeieresehnten WM ??









Nun, zunächst einmal muss man einfach wissen, dass es in Brasilien bereits seit geraumer Zeit kräftig kriselt.
Die Korruptionsskandale sind selbst für die Brasilianer inzwischen zuviel des Guten...hoppla...des Schlechten!


Im Gegenteil von dem was die Regierung verzweifelt probiert schönzureden, gibt es einfach immer noch viel zuviel soziale Ungerechtigkeit und nicht mal annähernd etwas was man eine echte Chancengleichheit nennen könnte!

Die Kriminalität ist seit Jahren steigend, Mord, Totschlag und brutale Ueberfälle gehören zum normalen Alltag und die hiesige Polizei kann der Situation keineswegs Herr werden, denn sie ist zu schlecht ausgebildet, unorganisiert, unterbezahlt und hat definitiv schlechtere und unmodernere Waffen, als diejenigen die sie jagen sollen!

Die Infrastruktur des ganzen Landes ist marode und das Gesundheitswesen erschreckend.

Alles in allem weiss auch jeder Brasilianer, dass sowohl die jetzige ,als auch alle vorherigen Regierungen, auf fast jeder Ebene inkompetent und gleichzeitig arrogant arbeitet.

Tatsächlich wurde ihnen diese Unfähigkeit der Politik aber erst richtig durch die WM selber noch klarer.

Und die Schuld daran hat genaugenommen der "Fifa-Standard"!

Diesen würde die brasilianische Bevölkerung nämlich auch gerne im normalen tagtäglichem Leben vorfinden, dazumal sie mit die höchsten Steuern weltweit zahlen müssen ( rund 40% Einkommensteuer!) und trotz dieser, sowie auch noch der enormen Mehrwertssteuer die jeder Brasilianer jeden Tag beim Einkaufen abdrücken muss (manche Produkte haben sogar mehr als 35% Mehrwertsteuer),gibt es keinen einzigen taugenden staatlichen Service der sich das Prädikat "gut" verdienen kann!

Allerdings hatten sich die Brasilianer mit diesem System sogar einigermassen abgefunden, um dann aber den "Fifa-Standard" unter die Nase gerieben zu kriegen...und das hat dann letztendlich die bereits schwelende Unzufriedenheit komplett in die Stratosphäre befördert.

Die Frustration der Brasilianer ist enorm, denn die Versprechen der Politik erwiesen sich wieder einmal als leer und Milliarden von Reais wurden bis jetzt fuer die Stadien verpulvert, ohne das die anderen angekündigten Verbesserungen zu bemerken wären.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr explosives Szenarium, dem man eigentlich lieber aus dem Weg gehen sollte.
Brasilianer lieben Fussball und riesige Partys, aber ihre Fröhlichkeit kann auch sehr schnell in nackte Brutalität umschlagen.
Ich würde somit jedem, der trotzdem zur WM nach Brasilien reisen möchte, auf alle Fälle zur maximalen Vorsicht raten, denn leider stimmen die negativen Artikel über das Event leider alle!

sábado, 21 de setembro de 2013

Kuriositäten...: Brasilianische Vornamen



Jedes Land hat so seine Eigenheiten.
Die Brasilianer sind beispielsweise höchst erfinderisch bei der Namensgebung.
Sie haben einen faible für ausgefallene Namen.

So mancher Ausländer (und auch so mancher Einheimische!) hat seine liebe Not sich diese dann irgendwie zu merken, oder gar zu schreiben, denn in Brasilien haben die Leute ja ausser den manchmal etwas seltsam anmutenden Vornamen, auch gleich noch mehrere Nachnamen.
Bei einer Eheschliessung verliert nämlich die Braut nicht ihren Geburtsnamen, sondern sie nimmt den ihres Mannes noch dazu.
Wenn dieser aber bereits zwei Nachnamen hatte und sie ebenfalls, hat sie nach der Hochzeit dann vier Nachnamen....zum Beispiel :

Maria da Conceição da Silva Souza Pereira dos Santos

Das ist etwas gewöhnungsbedürftig und beim Unterschreiben diverser Dokumente leicht störend!
Daher werden oftmals Abkürzungen angewandt.

Am drolligsten ist die Nutzung der Vor-und/oder Nachnamen berühmter Persönlichkeiten oder  Figuren aus Filmen und Literatur, wie ...

Lincoln
Scarlet O'Hara (das auch gerne zusammengeschrieben wird: "Scarletohara"!)
Voltaire
Lenin
Adam West
Washington
Bismar(c)k

Manchmal werden Namen erfunden , indem man Teile der Namen der Eltern zusammensetzt und manchmal wird eine  "kreative" Idee auch einfach falsch geschrieben, weil es sich vielleicht um einen ausländischen Namen handelt.
So erging es einem brasilianischen Bekannten von uns, der seinen Sohn gerne mit dem Namen eines bekannten holländischen Fussballspielers beglücken wollte, nämlich dem des Johan Cruyff !
Weil aber nunmal keiner wirklich wusste wie man den richtig schreibt und es auch noch keine Internet gab, wo man es ja hätte "googeln" können, wurde daraus "Crwllff"
....und somit ein Ding der Unmöglichkeit!

Und dann gab es noch den Fall einer Frau, die beim Lesen eines Etikettes, auf dem stand "MADE IN USA" auf die glorreiche Idee kam ihre Tochter so zu nennen!

Eine übrigens wahre Geschichte.....




Eines ist jedenfalls sicher.
Lebt man in Brasilien, muss man sich daran gewöhnen, seinen Namen bei jeder Gelegenheit zu buchstabieren.
Egal ob man Ausländer oder Einheimischer ist!

....aber bitte mit Zucker!



Brasilianer lieben alles was süss ist!

Vermutlich liegt das daran, das Brasilien heute mit Abstand der grösste Zuckerrohranbauer der Welt ist!





Natürlich wird aus dem meisten davon Alkohol gemacht, welcher dann hierzulande im Tank landet,
(...in Brasilien fährt fast die Hälfte aller Autos nur mit Etanol!), 
aber es bleibt immer noch viel zuviel Zucker zum Konsum über!

Am Strand und in den Städten kann man in Scheiben geschnittenes Zuckerrohr als "Snack"  kaufen.



Auch frisch ausgepresster Zuckerrohrsaft mit Eiswürfeln und etwas Limettensaft, wird an diversen Imbissbuden angeboten....











Die Brasilianer kochen ihre Früchte mit soviel Zucker ein, das daraus keine Marmelade wird, sondern ein ziemlich festes karamelisiertes Kompott, genannt "doce" (also "süss"!), manchmal so fest, dass man es schneiden kann.





Für europäische Gaumen ist das meistens eine Nummer zu süss.

Man bemerkt die Überzuckerung bei fast allen angebotenen Produkten des täglichen Lebens. Auch bei Getränken. Brasilianer wollen es nicht erfrischend, sondern sirupsüss!
Kein Fruchtsaft ohne viel, viel Zucker!
(Man kann aber logischerweise, wenn man einen frischen Saft in einem Restaurant bestellt, durchaus um weniger oder gar keinen Zucker im Getränk bitten...)

Meine Kinder haben in Deutschland öfter probiert ihre deutsche Freundinnen für eine in Brasilien besonders beliebte und selbstgemachte Schokoladensüssigkeit, die bei keinem brasilianischen Kindergeburtstag fehlen darf, genannt "Brigadeiros", zu begeistern.
Die sehen zwar aus wie "Rumkugeln", werden aber völlig anders hergestellt und schmecken wie Schokoladenkaramell....





Falls es mal jemand ausprobieren möchte, schreibe ich das ziemlich einfache Rezept mal hier auf....

Man nehme :

1 Dose gezuckerte , eingedickte Kondensmilch (gibts auch in Deutschland in jedem grösseren Supermarkt)    und



1 El. Butter und

3 El. Kakao...(je ungesüsster der Kakao, desto besser für deutschen Geschmack!)

bei ständigem Rühren solange köcheln lassen bis das Ganze eindickt....

etwas abkühlen lassen und Kugeln daraus drehen....Schokostreusel drüber und fertig ist der Zuckerschock!



quinta-feira, 19 de setembro de 2013

Brasilianer sind.....


Warten auf aertztliche Versorgung....

...........im allgemeinen und besonderen ein unglaublich geduldiges Volk!

Sie warten ohne zu meckern, stundenlang in unbequemen Wartezimmern.

Sie stellen sich mit Hingabe und ohne zu murren, in kilometerlange Warteschlangen vor Bank- oder Amtsschaltern.

Sie ertragen über Monate hinweg politische Wahlpropaganda ohne sich die Pulsadern aufzuschneiden.

Im Strassenverkehr lassen sie Rechtsüberholer in aller Seelenruhe an sich vorbeiziehen und zotteln auch ohne grössere Probleme einer Schnecke auf der Autobahn hinterher !

Und das ist auch gut so!

Wären sie nämlich nicht so unfassbar geduldig, gäbe es alle drei Monate einen blutigen Bürgerkrieg.

Brasilianer tendieren gefühlsmässig immer zwischen zwei Extremen.

0 oder 100,  schwarz oder weiss,  ruhig oder unglaublich brutal,  sehr sanftmütig oder wild um sich schiessend ... zuviel oder eben gar nichts.
Für sie gibt es weder Grautöne noch Grauzonen!

Brasilianer sind auch extrem kreativ. Sie sind reine Improvisationsgenies!
Man gebe einem Brasilianer ein stumpfes Messer und einen halben Automotor, und er bastelt sich daraus sofort ein durchaus fahrtüchtiges motorisiertes Vehikel, mit dem er dann auch noch furchtlos über die Autobahn brettert!

"Kann man nicht mehr reparieren", gibts für einen Brasilianer nicht!

Sie sind extrem lernfähig und wurden von der Natur verschwenderisch mit den verschiedensten Talenten bedacht.
Sie lernen mit der grössten Leichtigkeit auswendig und können sich Sachen fast spielerisch merken.
Wenn sie etwas interessiert, sind sie sehr aufmerksam, lernen schnell durch zugucken und kreieren dann eine eigene Version des Erlernten.... 
Das Rezept für einen erstklassigen brasilianischen Chefkoch zum Beispiel, ist ein Brasilianer der drei Monate lang einem französischen Chefkoch zuguckt, um dann sogar besser als der Franzose zu kochen!




Brasilianer sind an Schwierigkeiten jeder Art gewöhnt.
Daher ist für sie ein "Nein" kein Hindernis und Regeln sind für die meisten nur dazu da, gebrochen zu werden.
Immer kurz vor dem Absturz, immer kurz vor einer Katastrophe....Fussball, Gottesglaube, Liebe und Hass....
Ein Leben immer in der superlative.

quarta-feira, 18 de setembro de 2013

Das Prinzip Hoffnung...



Alles in Brasilien basiert auf dem Prinzip der Hoffnung....man hofft gerne und viel!

Man hofft auf bessere Politiker, auf bessere Gehälter, auf bessere Schulen, bessere medizinische Versorgung und überhaupt ein besseres Leben!

Hoffnung zu haben ist an sich ja nichts Schlimmes, aber ein durchschnittlicher Brasilianer vertraut viel eher auf  übersinnliche Kräfte und hofft das alles irgendwie von alleine besser wird, statt sich nur auf seine Tatkräftigkeit zu verlassen.
Denn Brasilianer sind in erster Linie Fatalisten....
Um das besser zu veranschaulichen, nehme man doch einfach mal eine ziemlich typische und oft benutzte Wortwendung, eines typischen Brasilianers :

- "Ja, ich komme dann morgen mal bei ihnen/dir vorbei!....So Gott will!"

Dieser kleine unscheinbare Zusatz des "so Gott will ", ist immer ein Nervenkitzel für denjenigen, der dann auf ihn wartet....denn Gott scheint oftmals nicht zu "wollen"!

Man sitzt dann zuhause und "hofft" darauf, dass der Elektriker/ Klempner/ Freund oder wer auch immer, mit dem man sich halt verabredet hat, dann auch wirklich kommt....

Da dieser aber leider sagte , dass er nur kommen könnte "so Gott wolle...", hat er die perfekte Ausrede sollte ihm dann eventuell was Anderes/Besseres/Interessanteres dazwischen kommen!
Aufregen bringt nichts.
Bei einer wütenden Schimpftirade erntet man höchstens ein estauntes Achselzucken.

Eine der Nebenwirkungen dieser fatalistischen Lebensanschauung, ist die chronische Unpünktlichkeit...gleichermassen gehasst von in Brasilien lebenden Ausländern und pünktlichkeitsliebenden Einheimischen (Oh ja...die gibt es!)
Das Ganze wird dann noch von den verschiedensten, im Lande weitverbreiteten Religionsgemeinschaften unterstützt, deren Ansicht nach es eben nichts gibt, was ein gutes Gebet nicht erledigen könnte....und in der Zwischenzeit, na ihr habts euch bestimmt schon gedacht...

einfach weiter hoffen!


Über Vor- und Nachteile verschiedener Welten....









Wenn ich mich in Brasilien als Deutsche "oute", bekomme ich meistens zwei Ausrufe und eine Frage als Antwort....:

1. - " Ah, aus Deutschland...."Isch liabe disch!"( den einzigen deutschen Satz den sie kennen!)"...

oder gerne auch :

2. - " Ah, aus Deutschland... "Heil Hitler!" (mitsamt dem erhobenen Arm!)"...

und :

3. - " Ah, aus Deutschland....wo gefällt es Dir denn besser???"...

Die Brasilianer fragen zwar, wollen aber eine bestimmte Antwort darauf haben...nämlich :

-  " In Brasilien natürlich!"

Ich bleibe bei meinen Antworten aber lieber neutral und sage das ich beides gleich gern mag, aber hier, in meinem Blog, kann ich darüber ja ausführlicher sprechen, oder besser gesagt, schreiben!

Tja, ich bin Deutsche!

Und ich bin es gerne!

Wenn man ins Ausland umsiedelt gibt man ja nicht sich selbst auf, sondern nur seinen Wohnort!
Ich bin somit so deutsch wie es nur geht und liebe meine alte Heimat!
Was mich wiederum zum Ausruf der meisten meiner deutschen Bekannten und Freunde bringt....die fragen nämlich :

- " Warum, um Himmels Willen, willst Du eigentlich dauernd wieder zurück nach Deutschland??? Hier ist es doch kalt, nass und unfreundlich....da gibt es Sonne und Strand...ich versteh Dich nicht!"

Nun...ach wenn das Leben eines Menschen nur aus Strand und Sonne bestehen würde!!!

Tut es aber nicht!

1. Ich bin eher kein Strand-, sondern ein Waldmensch.

2. Im wirklichen Leben hab ich für Strand nur sehr selten Zeit.

3. Man ist fast nie zufrieden mit dem was man hat....

Beide Länder haben ihre Vor- und Nachteile....auch Aussiedlungs-Enthusiasten bemerken irgendwann das nicht alles aus purem Gold ist, selbst wenn es sich erstmal so präsentiert.

Das Leben eines Ausländers ist in jedem Land kompliziert. 
Es gibt bürokratische Fallen, es gibt seltsame einheimische Angewohnheiten mit denen man nicht gut zurechtkommt und es gibt auch die Feststellung, das vieles von dem was man im Ursprungsland bemängelt hat, doch genau das ist, was man mag und braucht!

So sehr man gerne im Ausland lebt, man kann nur selten aus der eigenen Haut raus.
Der Vorteil ist allerdings, dass einen das Leben zwischen zwei Welten auch schult....
Man lernt weniger engstirnig zu denken und zu sein.
Man wird toleranter und man lernt sich sehr viel besser kennen.
Irgendwann vermischt man die im Laufe der Zeit auftauchenden Gegensätze und fängt an genau daraus klare Vorteile zu ziehen.
Man nutzt das, was jedes der Länder am besten macht und freut sich beides geniessen zu können.


sábado, 9 de fevereiro de 2013

Laut, Lauter,....Brasilien!

Wenn man mich fragt,  welches Adjektiv mir spontan zum Thema Brasilien einfällt, denke ich sofort an : LAUT. Natürlich herrscht in allen Großstädten der Welt ein erhöhter Lärmpegel ,aber in Brasilien ist es selbst in der freien Natur nicht unbedingt leise.
Brasilianer lieben "Trio Eletricos", das sind diese ziemlich grossen lasterähnlichen Fahrzeuge mit riesigen Lautsprechern, auf denen man auch gut tanzen kann...nach einer Show  braucht man dann ein Hörgerät, aber was solls, Hauptsache man hatte Spass!




Die Geräuschkulisse in den Restaurants ist ebenfalls gewöhnungsbedürftig. Da die meisten Lokale mehr als nur einen Fernseher an den Wänden hängen haben, den Erfindern der Flachbildfernseher sei Dank , und dazu dann noch "Live-Musik" anbieten, ist es so gut wie unmöglich sich in normaler Lautstärke zu unterhalten, daher sprechen alle ziemlich laut, um sich  irgendwie verständigen zu können.
Bei den meisten Familien laufen fast immer alle elektrischen und elektronischen Geraete zeitgleich...Computer, I-Pods, I-Pads, Handys, ein oder gar zwei Fernseher , ein Radio und ein Mixer müssen es mindestens sein. Sollte durch Stromausfall mal alles leise sein, brüllt  garantiert ein Kind in der Nachbarschaft, während automatisch alle Hunde der Umgebung anfangen zu bellen!
Auch in "ruhigen", ländlichen Gegenden, gibt es die lautesten Grillen der Welt. Man bekommt dort des Nachts ein komplettes Konzert geboten, "all inclusive" : quakende Frösche, bellende Hunde, zirpende Grillen  und miauende rollige Katzen.
Wer also herkommen möchte, der himmlischen Ruhe wegen, wurde vom Reisebüro falsch beraten!
Wegen der tagtäglichen Lärmbelastung, sprechen die meisten Brasilianer ohnehin in einer anderen Tonlage, nämlich der "lauten"! Viele Ausländer glauben, Brasilianer würden sich andauernd laut beschimpfen , was eine gewisse Ironie in sich birgt, denn die meisten Brasilianer glauben genau das Gleiche von , zum Beispiel, den Deutschen....
Die deutsche Sprache ist bei  den Brasilianern allgemeinhin berühmt und berüchtigt! Sie gilt als hart, unmelodiös und noch dazu schwer zu erlernen. Meine brasilianische Schwiegermutter  glaubte über zwanzig Jahre lang, daß ich wohl ein ziemlich schlechtes Verhältnis zu meinen Eltern haben müsste, denn für ihre Ohren hörte es sich immer so an, als hätten wir pausenlos Streit.



Soweit zum Thema der Kommunikation...



domingo, 15 de janeiro de 2012

Kleine Studie der brasilianischen Bürokratie...

Viele Deutsche sind der irrigen Ansicht, daß es nichts schlimmeres gibt, als deutsche Bürokratie mit lahmen Beamten, vielzuvielen "unnötigen" Behörden und jeder Menge Verwaltungsproblemen. Genau diese Leute meinen auch, daß in anderen Ländern grenzenlose Freiheit herrscht, wo ein jeder tun und lassen kann was und wie er will. Ganz besonders in Brasilien soll es so sein, denn diese Idee wird natürlich auch durch allerlei klischeehafte Filme unterstützt, besonders die, in denen sich amerikanische Bankräuber, ohne grössere Probleme, mal so eben nach Brasilien absetzen, um sich ganz bequem und unbehelligt in Rio de Janeiro niederzulassen..
So mancher Deutsche, von deutschen Behörden gegängelt und genervt, träumt davon, sich ganz unbürokratisch, mal eben ein Häusschen in Brasilien zu kaufen, möglichst direkt am Strand, um dann von der Hängematte aus, einem sorgen-und formalitätenfreien Leben zu frönen.
Leider fallen sie dann aus allen Wolken, wenn sie feststellen müssen : Jedes Land der Welt hat Ämter, Beamte und Akten.... natürlich auch und ganz besonders, Brasilien!
Hier schlägt man sich ebenfalls ununterbrochen mit einem extrem langsam arbeitenden Verwaltungsapparat, dem berühmt-berüchtigten Amtsschimmel und besonders unwilligen öffentlichen Angestellten herum....genau wie in Deutschland!


Die brasilianischen Amtsmühlen mahlen sehr , sehr langsam und können einen manchmal zur Weissglut bringen oder auch auf die Palme treiben...und davon gibt es hier genug.
Ganz speziell Ausländer müssen schnell einsehen, daß der einzige Unterschied zwischen deutscher und brasilianischer Bürokratie die Sprache ist!
Alles und jedes muß von Konsulaten abgestempelt und von genehmigten Übersetzern, übersetzt werden! Wenn es um Ausländer geht, die sich im Lande niederlassen wollen, werden die Beamten nämlich sehr kleinlich und lassen nicht mit sich spassen. Brasilianische öffentliche Angestellte, lieben Akten. Sie sind wahre Meister im sammeln diverser und teils unnötiger Dokumente, die später irgendwo in den Schränken verstauben. Kopiergeräte sind ihr liebstes Spielzeug, gleich neben den Stempeln. Man wird auch gerne und oft an den nächsten Schalter geschickt, an dem man sich dann die Beine in den Bauch steht, weil der zuständige Beamte gerade einen Expresso in der Büroküche trinkt. Im Gegensatz zu Deutschen sind Brasilianer sehr geduldig und reklamieren eher selten, denn sie wissen, in amtlichen Angelegenheiten nützt es nichts, also steht man geduldig und wartet...und wartet....und wartet noch ein bisschen länger, denn "Warteschlange stehen" ist gleich nach Fussball, ein brasilianischer Volkssport.


Ausländer werden auch mit Vorliebe von Pontius zu Pilatus geschickt. dabei wird ihnen immer lächelnd mitgeteilt, dass aber noch diese oder jene Papiere fehlen, oder die Unterschrift auf dem Stempel noch übersetzt werden muss. Man sollte also viel Geduld, sehr viel Zeit und möglichst brasilianische Bekannte haben, die einem durch den Behördendschungel schleusen können. 







sexta-feira, 16 de dezembro de 2011

Brasilianisches Verkehrswesen


Wie bereits erwähnt, ist das Verkehrswesen in Brasilien es wert ganz extra behandelt zu werden. Ich richte mich hiermit speziell an den deutschen Autofahrer, der sich gerne am Urlaubsort einen Wagen mietet, um die Umgebung auszukundschaften. Es gibt hierbei einiges zu beachten, sollte man nach dem Brasilienurlaub tatsächlich wieder heil nach Hause kommen wollen.
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Mieten Sie bitte nur dann ein Auto, wenn Sie auch schon in Italien durch Rom, in Griechenland durch Athen, in Frankreich durch Paris, oder in der Türkei durch Istanbul gefahren sind. Nur ein guter Fahrer in Deutschland zu sein, ist für den brasilianischen Verkehr bei weitem nicht genug und es gibt auch keine deutsche Fahrschule die einen auf so etwas vorbereiten könnte! Brasilianischer Verkehr ist etwas für komplett angstfreie und risikoliebende Menschen, die nicht schnell nervös werden und keinen Oberlehrerkomplex haben.
Der Verkehr ist innerhalb der ziemlich zugebauten und nicht immer gut geplanten Städte, chaotisch und sehr gefährlich, da Brasilianer sich ungern fremdbestimmen lassen, was im Klartext bedeutet, dass sich nur wenige an die durchaus bestehenden Verkehrsregeln halten. Dazu kommt dann noch, daß die Staßen in einigen Gegenden oftmals und ganz besonders während der Regenzeit, grosse Löcher und Unebenheiten aufweisen...


 und es können einem Fahrzeuge begegnen mit denen man nicht rechnet, wie zum Beispiel...


...sehr langsam fahrende Kutschen, mit Passagieren oder auch Transportgut, oder...


...Fahrräder und Motorräder mit ganzen Familien darauf!

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Brasilianische Großstädte tragen ihren Namen meist zurecht und sind im wahrsten Sinne des Wortes nicht nur groß, sondern riesig. Dazu kommt, daß sie recht unübersichtlich und oftmals unzulänglich für den Tourismus ausgeschildert sind, was bedeutet, daß man sich sehr schnell verfahren kann. Man ist also besser bedient, wenn man sich in den Großstädten fahren lässt.


 In Städten wie Rio de Janeiro und Sao Paulo werden Touristen ohnehin und zurecht nur mit kredenzierten Bus oder Taxiunternehmen durch die Stadt gelotst, und auch andere grössere Städte bieten Shuttleservice und mehrere Mobilitätsmöglichkeiten für Touristen an. Man sollte daher, so verlockend das Abenteuer auch erscheinen mag, lieber auf diese angebotenen Möglichkeiten zurückgreifen, als auf die wesentlich risikoreichere Variante der Autovermietung.


Was man also wissen sollte ist :

1.Brasilianer parken wann und wo sie wollen, auch gerne direkt unter dem "Parken-Verboten"Schild. Sie sind ziemlich lauffaul und halten gerne direkt vor Geschäftseingängen, auf Bürgersteigen und Fahrradwegen und auch mitten auf der Fahrbahn.
2.Brasilianische Strassen sind voller Unebenheiten und so manches Mal weisen sie kleine oder grosse Schlaglöcher auf. Man muss auf alle Fälle schnell reagieren können.
3.Obwohl es dafür klare Regeln gibt, überholen Brasilianer wie folgt : 
von rechts,
vom Seitenstreifen aus und komplett
unabhängig von der Fahrbahnmarkierung!